Liebesbrief an Mutti

Mütter. Für die meisten von uns sind sie schon immer da. Sie kümmern sich um die kleinen (Was gibt es zum Mittagessen?) und grossen (Wieviele Leute darf ich zum nächsten Geburtstag einladen?) Sorgen der Kleinen, stellen das Pausenbrot sicher und trösten, wenn man von den fiesen Jungs aus der vierten Klasse mal wieder den Gummiball (für alle nach 1990 Geborenen: ja wir haben tatsächlich mit analogem Spielzeug gespielt) abgenommen bekommen hat. Sie waren die unangefochtenen Heldinnnen unserer kleinen Welt. Dann wurden wir älter.
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Mit Kinderaugen

Wenn ich an meine Kindheit und Turnhallen denke, denke ich an speckige blau-braune Matten, die dicke Bertha und peinliche Verrenkungen am Barren. Oder an Feuerball, Zirkeltraining und den Cooper Test. Sicher auch an den Geruch junger, verschwitzter Körper – vor allem in den Teenijahren mit billigem Vanilla-Deo übertüncht. Meist war es in der Turnhalle auch ziemlich kühl und das Licht so unvorteilhaft, dass man beim besten Willen keine Chance hatte Jungs in der Turnhalle mit seinem Aussehen zu beeindrucken, weil echt jedes Pickelchen sofort enttarnt wurde.

Wie sehen Kinderaugen Turnhallen heute? Entweder haben sie die Turnhalle schon länger nicht mehr von innen gesehen, weil der Sportunterricht aufgrund der Belegung der Hallen mit Geflüchteten ausfällt. Oder sie sind mittendrin in der Turnhalle. Sie ist ein vorübergehendes Zuhause.

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